unterseeische Verhandlungsfähigkeit

Heute – ich bin ein wenig hinterher mit den Nachrichten – lese ich davon, dass Israel einen 6. (!) Delphin (was ein Euphemismus für ein atomwaffenfähiges Kriegs-U-Boot) von Deutschland kaufen wollte, alles schon geregelt war, aber die Bundesregierung jetzt Bedenken wegen des „erneuten“ (als ob er jemals aufgehört hätte) Siedlungsbau in Ostjerusalem hegt.

Sie wollen also den Delphin nicht verkaufen.

Oh, nein, doch nicht, sie wollen ihn verkaufen, nur wollen sie Israel nicht 138 Millionen € geben, um es zu kaufen. Eine Art Rabatt also. Mmh. Wenigstens gut für unsere ach so angeschlagene Wirtschaft und unseren Haushalt. So ein paar Millionen weniger kann man ja vertragen, wenn man dafür was direkt in den Staatshaushalt kriegt. So eine Ubootwerft wird ja Staatseigentum sein.

Oh, nein, doch nicht. Sie ist Privateigentum. Eine Firma, die atomwaffenfähige Uboote verkauft, ist Privateigentum und hat schon mehrmals direkt Millionen vom deutschen Staat gekriegt, damit Israel sich ein neues Uboot leisten kann. Denn alles, was diese Region mehr braucht, sind Waffen.

Ich wüsste gerne, wie viel Steuern die Howaldtswerke Deutsche Werft zahlt.

Der Skandal ist also zusammen gefasst, dass Deutschland überlegt, sich zu weigern, Israel ein sechtes atomwaffenfähiges Unboot praktisch zu schenken, in einer Zeit, wo Israel öffentlich über einen Erstschlag auf Iran nachdenkt, und dabei der privaten Waffenindustrie, die kaum Steuern bezahlt, auch noch hundert Millionen € zu schenken.

Ein wirklicher Grund stolz auf Deutschland zu sein.

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