Im Schildkrötengarten

Gestern besuchte ich zum dritten Mal Bustan Qaraaqa, eine Permakulturfarm in Beit Sahour. Bustan Qaraaqa heißt Schildkrötengarten, was sich auf die wilden Schildkröten, die dort leben, bezieht. Es ist ein vier Jahre altes Projekt von englischen Ökologen, die auf ihrem Gelände mehrere Modellprojekte haben und mit einheimischen Bauern verschiedene Projekte durchführen, wie Bäume pflanzen.

Permakultur ist der Versuch, ökologische Systeme so nachzuahmen, dass sie bei minimaler Arbeit den maximalen Nutzen für Umwelt, Mensch und Gemeinschaft bringen, dabei wird ein systemischer Denkansatz benutzt, um alle Beteiligten zu berücksichtigen – das ist zumindest meine Definition.

Die Modellprojekte in Bustan Qaraaqa sind sehr kreativ; ich bin jedes Mal inspiriert, wenn ich vorbei komme. Seit Mai war ihr Hauptprojekt Beit Igzaaz (das Glashaus) ein Gewächshaus aus Glasflaschen und Erde. Hier wurde auch die Idee für die Toilettenwand geboren.

Die drei Male, die ich da war, haben wir an dem Dach für das Haus gearbeitet, das aus halben Plastikflaschen besteht.

Gestern haben wir zum ersten Mal versucht, es tatsächlich auf das Haus zu kriegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und scheiterten.

Andere Projekte auf ihrem Land sind Komposttoiletten, Aquaponicssysteme und Recycling. Alles, was Bustan Qaraaqa konsumiert, wird recycled. Organisches wird Kompost, Flaschen werden für das Haus benutzt, Dosen werden an den Schrotthändler verkauft, und viele Dinge werden einfach sortiert und warten darauf, dass jemand eine Idee hat, was man damit machen könnte.

Eine australische Freiwillige in dem Projekt hat eine sehr viel schönere und ausführlichere Beschreibung der Recyclingbemühungen in Bustan Qaraaqa auf ihrem Blog.

Ich hoffe, dass Bustan und Zelt der Völker einige Projekte zusammen durchführen können, aber selbst wenn nicht, habe ich bei den drei Besuchen schon vieles gelernt, was ich irgendwann mal anwenden will.

 

 

 

Adventlich-grammatikalische Offenbarung

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

So lange ich mich erinnern kann, hat mich dieses Lied in der Adventszeit verwirrt: „Der Herr der Herrlichkeit“, damit konnte ich etwas anfangen, das soll Jesus sein, auch die anderen Titel sind mir als treuem Kindergottesdienstbesucher einleuchtend gewesen, „König aller Königreich“, „Heiland aller Welt zugleich“, kennt man ja. Nun kommt ein Relativsatz, der erklärt, dass Jesus „Heil und Leben mit sich bringt“ und jetzt kommt noch ein Relativsatz, der besagt, dass Jesus „[…]halb jauchzt, mit Freuden singt“.

So habe ich es zumindest immer verstanden. Meine Vorstellung von Jesus war lange Zeit ein Typ, der verklemmt jauchzt und gerne Lieder singt. Was vielleicht in unsere Gemeinden passt, in denen bei Predigten fröhliches und freies Jauchzen verordnet wird, und immer wieder betont wird, wie gerne man doch singt…

Auf einer theologischen Ebene gesehen, ist das nicht Häresie? Ein Jesus, der halb jauchzt, ist das nicht eindeutig eine Leugnung der ganzheitlichen Doppelnatur Christi, der zugleich ganz Mensch und ganz Gott ist? Wenn Jesus hier nur halb jauchzt, ist er dann vielleicht auch nur halb Mensch – oder halb Gott, welche Natur ist eigentlich für das Jauchzen zuständig?!

Wer den Text weiter betrachtet, wird zu dem Schluss kommen, dass es wohl die menschliche Natur ist, denn Jesus singt ja anscheinend: Gelobet sei mein Gott // mein Schöpfer reich von Rat.

Gestern fiel es mir im Gottesdienst dann wie Tannennadeln vom Weihnachtsbaum: „Derhalben“ ist ja zusammen geschrieben… das ist ein Wort, das gar kein Relativpronomen ist sondern eine Subjunktion, ein Prototyp unseres guten „deshalb“. Doch keine Häresie, kein halbjauchzender Jesus, der gerne singt.

Dann sind aber „jauchzt“ und „singt“ Imperative – womit wir wieder beim verordneten Jauchzen wären…


Mein irisches Tagebuch

Es ist jetzt schon zwei Wochen her, das ich heimgekehrt bin, aber jetzt komme ich endlich dazu euch einige der unzähligen Höhepunkte (es war fast ein Höhepunktgebirge) meiner Studienfahrt, die ursprünglich nur Nordirland beinhalten sollte, zu berichten.

Montag, 12.4., 6:00Uhr, Bammental: Ich muss aufstehen, und bin obwohl ich meinen Koffer schon vorher gepackt habe, bin ich zu spät. Kommen trotzdem pünktlich in Heidelberg an, ein Bus fährt uns nach Frankfurt, nicht ohne dass zuvor der erst von vielen Sprüchen wie: „Benni, ist das dein Koffer, der da noch am Straßenrand steht?“ geäußert wurde. Da ich meinen Palästinenserschal vorsorglich im Koffer verstaut hatte und mein Name scheinbar noch nicht auf der „terrorverdächtig, weil mal Arabischschüler“-Liste steht, darf ich einchecken. Der Flug ist ruhig, im Dubliner Flughafen, bekomme ich auf Nachfrage einen Einreisestempel, leider ohne Wappen… Wir bekommen eine Touristeninfo über Nordirland ausgeteilt, in der viel über Belfast und das Land steht, die Troubles aber mit keinem Wort erwähnt werden – es fühlt sich seltsam an. Noch ein Bus, der uns nach Belfast fährt, der Linksverkehr irritiert mich, was noch den Rest der Studienfahrt so bleiben wird. Ankunft in Paddy’s Palace, einem zurecht billigen Hostel, sichere mir ein Hochbett, um mir nicht den Kopf anzustoßen. Der Rest des Tages ist gefüllt mit einem Stadtspaziergang und einem Pubbesuch.

Das erste Guinness ist magenbeunruhigend schwer, schließlich darf man ein Guinness erst trinken, wenn man ihn den Schaum sein Gesicht malen kann. Die Liveband im Robinson’s infiziert mich mit dem Ohrwurm der Studienfahrt: 500 miles.

Dienstag, 13.5., 8:00 Uhr (eigentlich 9:00 Uhr in Deutschland): Spätes Aufstehen – zwei Daumen hoch. Nach dem Frühstück machen wir eine Busrundfahrt und steigen an verschiedenen Plätzen aus, um die wundervollen Vorträge der anderen Studienfahrtteilnehmer anzuhören, die (teilweise)  komplett aus Wikipedia kopiert eigenständig vorbereitet waren. Während der Rundfahrt kommen wir das erste Mal durch die Belfaster Viertel, die eine weltweite traurige Berühmtheit durch die Troubles, wie die Zeit der Kämpfe zwischen loyalistischen (Leuten, die weiterhin mit Großbritannien verbunden sein wollten) und republikanischen (denjenigen, die zum Rest von Irland gehören wollten) paramilitärischen Gruppen und zeitweise der britischen Armee in den 1970ern bis 1998 genannt wird, erlangten.

Es war faszinierend und beängstigend zugleich, durch die Straßen zu fahren, wo noch vor wenig mehr als einem Jahrzehnt, Bürgerkriegsstimmung und gleichzeitig „Normalität“ herrschte. Noch krasser war, dass man im Stadtkern, gar nichts von der Auseinandersetzung sah, dort gab es noch nicht mal Wahlplakate der Sinn Fein oder der Unionisten (gemäßigte Loyalisten); nur Plakate des nordirischen FDP-Äquivalent, nach Aussage eines Busfahrers: „Those people only get voted by doctors and they’re are just nonsense“ – Ist es nicht überall das Gleiche?

Das zweite Guinness wird schon besser…

Mittwoch, 14.4: Heute kriegen wir eine Führung durch Falls Street, dem katholischen Arbeiterviertel Belfasts, von Seamus, der zehn Jahre für die Unabhängigkeit als IRA-Mitglied im Gefängnis saß und heute für eine von der EU-finanzierte Organisation namens Coisture arbeitet. Er erzählt mitreißend von der Unterdrückung, die die Katholiken hier in Falls und ganz Nordirland erlitten, vom Beginn der Troubles, von der „Vergewaltigung der Falls“, als die Armee das Viertel nach Waffen durchsuchte, von den Hungerstreiks, bei denen sich IRA-Aktivisten im Gefängnis zu Tode hungerten, um als politische Gefangene anerkannt zu werden, vom Towel und Dirty Strike, bei dem sie sich weigerten Sträflingsuniformen zu tragen, sich in Laken wickelten und sich nicht mehr wuschen, er rechtfertigt den gewaltsamen Widerstand gegen die britische Unterdrückung und ich verstehe ihn, auch wenn ich weiterhin glaube, dass Gewalt keine Probleme löst, wie man in Falls sehen kann.

Am Übergang zur Shankill Road, dem protestantischen Arbeiterviertel, das von Falls durch meterhohe „peace lines getrennt ist, treffen wir unseren protestantischen Führer, der zehn Jahre für die Ulster Volunter Force im Gefängnis saß. Er und Seamus geben sich kurz die Hand, dann verschwindet Seamus so schnell er kann wieder nach Falls, ihm ist es immer noch deutlich unangenehm in Shankill zu sein. Unser neuer Führer redet viel davon, dass es ihnen ja auch nicht gut gegangen ist und wenn man die alten Häuser sieht, merkt man, dass hier schlicht und einfach zwei arme Schichten aufeinander gehetzt wurden. Davon, das Nordirland und Irland ja jetzt in der EU wären und man vorwärts sehen müsse. Er schafft es nicht uns seine Sicht der Dinge so nah wie Seamus zu bringen, dass ich seinen Namen vergessen habe, sagt auch schon genug aus.

Der Tag, reich an Eindrücken, endet mit einem von meinen Zimmergenossen gekochten Colcannon und dazu Guinness oder wahlweise Cider.

Donnerstag, 15.4.: Einen ganz Tag (fast) nichts politisches, sondern einfach nur die Landschaft genießen. Wir überqueren eine Brücke in schwindelerregender Höhe, sehen den Giant’s Causeway, eine einst von Riesen erbaute Landbrücke zwischen Schottland und Irland, die leider auch von Riesen zerstört wurde. Das Zertifikat fürs Überqueren der Brücke werde ich in meinen Lebenslauf einfügen und auch, dass ich im Atlantischen Ozean geschwommen bin, wodurch mein Herz den Rest des Tages seltsam schnell geschlagen hat. Die irische Landschaft ist unglaublich schön und es tut gut einen Tag lang ein einfacher Tourist zu sein und die ganzen politischen Zusammenhänge zu ignorieren.

Mittlerweile beschäftigen uns in der Gruppe auch ganz andere Dinge. Der Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen ist ausgebrochen und wie es aussieht kommen wir nicht mehr nach Hause. Während wir Schüler sich freuen über die verlängerte Studienfahrt, versuchen unsere Lehrer herauszufinden, welche Möglichkeiten es gibt, doch noch irgendwie nach Hause zu kommen.

Guinness schmeckt mittlerweile richtig gut.

Freitag, 16.4: Der Bus fährt uns nach Stroke City – die Schrägstrich-Stadt. Dieser Name wurde von Journalisten geprägt, die den Vorwurf der Einseitigkeit umgehen wollten. Denn eigentlich heißt sie je nach politischer Gesinnung Derry oder Londonderry. Hier verschlossen einst die Apprentice Boys den katholischen Zurückeroberern das Stadttor, sodass Nordirland protestantisch blieb, und hier fand am 30. Januar 1972 ein gewaltfreier Bürgerrechtsmarsch sein blutiges Ende als britische Paratroopers, eine Art Elitesoldaten, das Feuer auf die Demonstranten eröffnete und 13 Menschen erschossen, die meisten davon in den Rücken, als sie gerade flüchteten.

Hier, im katholischen Arbeiterviertel, Bogside, treffen wir Bob Kelly, der hier schon sein ganzes Leben lang wohnt und als Kind und Jugendlicher die Troubles und Bloody Sunday erlebt hat. Er und zwei Freunde haben diese Erlebnisse in Gemälden verarbeitet, Gemälde, die auf Häuserwände gemalt wurden. Derry ist für diese Murals mittlerweile weltberühmt, aber Bob und seine Freunde kriegen keine Unterstützung von der Stadt oder von der Regierung nur von den Leuten von Bogside kriegen sie ein wenig Geld für die Farben. Die drei nennen sich die Bogside Artists und sind während der Sommermonate eigentlich immer in ihre Gallerie zu finden, die für alle offen ist.

Bob führt uns durch die Bogside und erzählt von Bloody Sunday, von den täglichen Kämpfen, die sich zwischen Polizei und republikanischen Jugendlichen entwickelten und so zur Regel wurden, dass man zur Teatime pausierte. Er erklärt die Geschichten der Bilder, die Farbwahl, die persönlichen Randnotizen.

Er erzählt, das jedes Haus in der Bogside mindestens zweimal durchsucht wurde, wobei alles zerschlagen wurde. Erzählt wie Freunde von ihm unbeteiligt am Konflikt waren, aber irgendwie zwischen die Fronten gerieten und dafür mit dem Leben bezahlten. Immer wieder deutet er auf Gesichter in den Bildern und erklärt, woher er diese Menschen kannte. Beim Bild Petrol Bomber erzählt er uns von den Kindern, die Molotowcocktails bauten und dachten, sie könnten sich mit kaputten Gasmasken aus dem Zweiten Weltkrieg vor dem Tränengas schützen, die die Wirkung in Wirklichkeit nur erhöht haben.

Dann erzählt er uns von Free Derry, dem Viertel, das die Armee nicht mehr wagte zu betreten, weil sich die Katholiken organisiert hatten und von der Frau, die sie organisiert hatte: Bernadette Devlin McAliskey, die daraufhin jüngstes Parlamentsmitglied in der Geschichte wurde. Heute setzt sie sich für Immigranten ein.  Der Tod der Unschuld, wahrscheinlich mein Lieblingsbild. Es hat einige Veränderungen durch gemacht, früher war der Schmetterling nicht ausgemalt, das Kreuz dunkler und das Gewehr (nicht gut zu erkennen) noch ganz. Durch den Friedensprozess haben die Künstler diese Dinge dann in den heutigen Stand verändert.

Bob inspirierte mich sehr, da er für mich ein Zeugnis ist, wie man um Erinnerung bemüht sein kann, die die geschichtliche Wahrheit der Unterdrückung und Ungerechtigkeit benennt, und trotzdem die Hand ausstreckt zur Versöhnung. Ganz anders ist da das Museum of Free Derry, das von einem Angehörigen eines der Opfer von Bloody Sunday geleitet wird und der Ungerechtigkeit gedenkt, aber jeder Hoffnungsschimmer erstickt in dem muffigen Gebäude in dem die ganze Zeit der Livemitschnitt von der Demonstration läuft, wie am Anfang gesungen wird, und die Stimmung plötzlich umschlägt…

Wir sprechen in unserer Zimmergemeinschaft über unsere Gedanken zur Führung und dem Museum. Meine Kamera funktioniert plötzlich nicht mehr.

Am Abend feiern wir unseren „letzten“ Abend mit den Lehrern – über eine halbe Stunde länger als ursprünglich erlaubt :D..

Samstag, 17.4.: Wir fahren mit dem Bus nach Dublin und singen Karaoke. Wir haben mit Glück ein Hostel einer anderen Studienfahrt, die im Gegensatz zu uns, die wir nicht von Irland runterkommen, nicht reinkommen, erhalten. Das ist sehr viel schöner als Paddy’s Palace, aber dafür verwinkelter (Treppe hoch, laufen, Treppe runter, Treppe hoch…) und teurer.

Meine Zimmergenossen und ich sehen uns Dublin an, das viel schöner, aber dafür langweiliger ist als Belfast. Der Lonely Planet ist unser Reiseführer.. Ob wir nach Hause kommen ist unsicher

Sonntag, 18.4.: Ich besuche mit einem Mädchen aus meinem Lateinkurs die lateinische Messe in der Dubliner Pro-Cathedral, die Stimmung ist so feierlich und der Weihrauch riecht gut. Der Chor singt wunderschön und wir verstehen die lateinischen Teile besser als die englischen. Mal ist der Luftraum offen, Mal nicht…

Montag, 19.4.: Wir entwerfen in Gruppen Stadtrallys und lösen dann die einer anderen Gruppe. Teilweise fehlen ganze Hinweise, aber irgendwie kriegen wir es doch hin und haben dazwischen riesig viel Spaß. Wir werden Dienstag unsere Odyssee nach Hause beginnen und feiern noch Mal unseren letzten Tag, jetzt aber wirklich.

Dienstag, 20.4.: Viel zu früh stehen wir auf und besteigen die erste Fähre nach Holyhead, Wales. Es gibt ein riesiges Gerangel bei der Ankunft bis wir endlich unser Gepäck haben. Dann durch Wales und England nach Hull, wo wir die Nachtfähre nach Zebrugge nehmen. Auf der Fähre erleben wir überteuertes Essen, räuberische Wechselkurse, Playback-Livekünstler, und Glück und Pech im Spiel. Wir werden in den Schlaf geschaukelt.

Mittwoch, 21.4.: Mein Frühstück fällt den Schwankungen auf hoher See zum Opfer, aber zum Glück gibt es an Bord ja ein Buffet. Als wir in Belgien ankommen fahren wir sofort mit dem Bus weiter und kommen abends endlich in Bammental an. Wobei wir von mir aus auch noch ein paar Wochen auf der grünen Insel hätten bleiben können…

Weihnachtsauslese

Bei Weihnachten geht es ja gar nicht um die Geschenke, ich weiß. ABER TROTZDEM freue ich mich über Geschenke, die ich dieses Jahr bekommen habe:

Theodor W. Adornos gesammelte Werke

Meine Lektüre für die nächsten paar Stunden, Theodor W. Adornos gesammelte Werke. Ich bin immer noch nicht dazu gekommen, die Seiten zu zählen, schätze aber es sind an die zehntausend Seiten. Ich habe die Sammlung bei einem antiquarischen Buchverkauf in einem Kloster entdeckt und hatte wegen des Preises gezögert und als ich mich selbst zum Kauf überredet hatte, erklärten mir die Mönche es sei schon an jemand anderen verkauft!

Irgendwie hat es meine Mutter also geschafft, einen Meter Bücher an mir vorbei ins Auto zu schmuggeln und die Benediktinermönche zum Lügen zu überreden!

Auf jeden Fall werde ich viel Freude an diesen Büchern haben – vielleicht ein Wink des Himmels, dass ich doch Philosophie studieren sollte?

ich und mein DominionVon meinem Onkel und meiner Tante habe ein wahrlich ausgezeichnetes Geschenk bekommen, Dominion, das Spiel des Jahres 2009.

Nachdem wir die sehr seltsame Spielanleitung endlich verstanden hatten, hat mich dieses Spiel gepackt und ich nerve anscheinend schon sämtliche Familienmitglieder damit, aber die Banausen haben es ja noch gar nicht gespielt! Ich dagegen spiele es schon im Internet!

Die Weihnachtszeit, oder besser Nachweihnachtszeit ist bei uns immer ein Gelage sondergleichen und die Spielhöllen werden sich erst wenn die Schulzeit wieder ihre Schatten vorauswirft schließen.

Freispruch

Sogar in Italien gibt es noch Gerechtigkeit.

Gestern wurde die Lex Berlusconi gestoppt und die Kapitäne der Cap Anamur II freigesprochen.

Ich freue mich mit ihnen, aber warum wurden sie überhaupt angeklagt? Wie kam jemand auf die Idee, Menschen vor dem Ertrinken zu retten könnte ein Verbrechen sein, nur weil diese Menschen nicht die richtigen Papiere haben?

Im November wird ein ähnlicher Fall verhandelt, nur diesmal waren es afrikanische Seeleute, die keine Riesenlobby hinter sich haben, wie eine Menschenrechtsorganisation wie Cap Anamur – ob dieser Fall eine Signalwirkung hatte, wird sich dann zeigen.

Sicher ist jeden Fall eins: auch wenn die Kapitäne freigesprochen wurden, der italienische Staat und die EU haben deutlich gezeigt, dass wer Leben rettet zumindest mit jahrelangen Verfahren rechnen muss…

Ich möchte mich wirklich gerne freuen, aber da muss ich mich wohl anderen Dingen zuwenden, wie Fernsehserien, denn, wie Pro Asyl in ihrer Presseerklärung schreibt: „Europa lässt sterben.“

Vermisste Gelegenheiten

Heute hatte ich eine Verabredung mit einigen Leuten von Jugend mit einer Mission, die ich bei ihrem Theaterstück in Ñandejara kennengelernt hatte. Gut, es war eigentlich für Kinder, aber ich ließ mich davon nicht beirren. Hier zwei Bilder von ihrem Programm:

christliche Muppets

Bibelverse auswendiglernen

Sie besuchen alle Schulen im Umkreis von Limpio (mehr als 60!) und machen Anspiele, um den Kindern Jesus näherzubringen. Dieses Mal ging es um Worte, und die Kraft, die sie über uns haben.

Die Kinder lachten sich kaputt und auch ich kam auf meine Kosten.

Nach dem Theaterstück unterhielt ich mich ein wenig mit den Missionaren und Benjamin (ja, er heißt genau wie ich!) lud mich ein heute mit ihnen rumzufahren.

So holte mein Namensvetter mich dann heute Mittag bei strömendem Regen von meinem vorherigen Termin ab und erklärte mir als erstes, dass Programm falle bei Regen aus.

Ich wollte schon nach Hause gehen, aber er lud mich in sein Haus ein und so verbrachte ich einen schönen Nachmittag mit den YWAMlern (Youth with a mission – Jugend mit einer Mission). Es war ein wenig wie zu Hause: er ist Spanier, seine Frau Engländerin, die Freiwillige, die bei ihnen lebt, ist US-Amerikanerin und dann lebt noch ein paraguayischer Freiwilliger dort. Wir sprachen English, ich fand heraus, dass er der Neffe vom Pastor der Mennonitengemeinde in Barcelona ist, wo ich vor drei Jahren bei der MERK (Mennonitische Europäische Regionalkonferenz) war, und die Amerikanerin hat auch Mennoverwandte – kleine Mennowelt. Zum Glück waren sie und ich zu schlecht in Familiengeschichte, um unsere Verwandschaft irgendwo in Holland vor 400 Jahren festzustellen.

Nach ungefähr einer Stunde Unterhaltung musste die Engländerin wieder in Ñandejara ihre Muttersprache unterrichten und wir anderen machten uns auf den Weg zu ihrem „Hauptquartier“, einer schäbigen Lagerraum, fünfzig Meter weiter.

Dort türmte ich mit der Amerikanerin Erin Aufgabenblätter für ihr Missionsprogramm zu Zwanzigerstapeln und erfuhr mehr über ihre Arbeit und Leben, virtuell gesagt, die Adresse ihres Blogs.

Dann richtete ich Benjamin einen Facebookaccount ein, seine Unkenntnis von Technik war niedlich, und er brachte mich zur Bushaltestelle, damit ich nicht im Schiffen laufen musste.

Es war ein toller Tag und ich freue mich die Bekanntschaft dieser Leute gemacht zu haben, aber warum erst jetzt? Ich hätte sie schon vor langem kennen lernen können und viele Abenteuer mit ihnen erleben können!

Aber ich war zu schüchtern und naiv genug zu glauben, die Leute kämen auf mich zu, weil ich so unglaublich interessant bin.

Schule aus!

Nach fast viermonatiger Tortur war gestern mein letzter Schultag.

Frisch geduscht und mit Kamera bewaffnet kam ich in Ñandejara an. Wie jeden Freitag versammelten sich die oberen Klassen zum Flaggen hissen und während wir warteten, bemerkte ich, dass ich die Batterien für die Kamera vergessen hatte. Während ich noch versuchte von Klassenkameraden einen Ersatz auszuleihen, bemerkte ich eine Klassenkameradin, die auf der Tribüne verschwörerisch mit einer Lehrerin tuschelte und dabei immer wieder zu mir schaute.

Wenig später wusste ich, was sie getuschelt hatten: Ich wurde nach vorne gerufen, sollte ein paar Worte sagen, was ich nutzte, um meinen Mitschülern die Schuld daran zu geben, dass ich nicht wie erwartet fröhlich über das Ende meiner Zeit in Ñandejara war, und schließlich beteten sie noch für mich und meine Reise.

Dann ging es in den fast normalen Unterrichtsalltag, aber jeder Lehrer wollte noch einige letzte Worte an mich richten. Den ganzen Tag über signierten Schüler und Lehrer meine Schuluniform, bis man keinen freien Platz mehr finden konnte, weshalb mein vierjähriger Gastbruder kurzer Hand in zehn Zentimeter großen Lettern über die anderen Unterschriften schrieb. Die Lösung eines Mitschülers sah dagegen so aus, einfach auf meinen Nacken und meine Arme auszuweichen…

Meine Klasse hatte eine Torte organisiert; aber bevor wir sie anschneiden durften, musste ich ein Bonbon, das hineingesteckt war, mit dem Hand herausfischen – angeblich eine paraguayische Tradition. Naiv, wie ich nun mal bin, tat ich wie mir geheißen und gerade als ich es versuchte drückte man meinen Kopf hinein, die ganze Nase versank in Tortenschaum.

Zum Glück hatte ich morgens noch die Nase gewaschen und so konnten wir denn Rest dann noch essen, wobei der massenhaft vorhandene Schaum viele Gesichter verzierte.

Um halb sechs war der Schultag schließlich zu Ende, wir machten ein Klassenfoto und nach einem kleinen Abenteuer war ich stolzer Besitzer von 140 an diesem Tag geschossenen Fotos.

Ich verabschiedete mich von allen und ließ mir Emailadressen geben, um wenigstens virtuell Kontakt halten zu können.

Es ist schon seltsam, da gehe ich jeden Tag zur Schule und werde vor Langeweile fast verrückt und doch bin ich ein wenig traurig nicht mehr dort hinzugehen.

Aber am Montag muss ich nochmal hin, wenn auch nicht in den Unterricht – ich muss meine Bescheinigung abholen, dass ich all die Zeit „regelmäßig die Schule besucht habe“.

Und jetzt habe ich 11 Wochen frei, unterbrochen nur vom ersten und letzten Schultag in der Klasse 11c.

Noch ein Wort an alle Neider: Selbst mit dieser langen freien Zeit hole ich nicht all die Ferienzeit und Feiertagszeit von euch ein, ganz zu schweigen von der Zeit, die ich mehr Unterricht hatte als ihr.

Und wozu geht man denn ins Ausland, wenn nicht um frei zu haben?!

Es geht anscheinend auch anders

Es war viellecht fies, zuerst den anderen Artikel zu schreiben, aber es entsprach dem zeitlichen Ablauf und war das einprägendere Erlebnis.

Später am Tag hatten wir nochmal mit demselben Lehrer Unterricht, diesmal Biologie, und er hatte zwei Mädchen aus einer anderen Klasse eingeladen uns einen Vortrag über Familienplanung zu halten, der mich völlig überraschte: Klare Ausführungen, ohne Scheu den Penis und die Vagina beim Namen zu nennen, ohne moralischen Zeigefinger und doch mit Zusatzinformationen wie: die Kirche ist gegen diese Methode, weil es nicht die Vereinigung von Sperma und Eizelle verhindert, sondern die Einnistung der befruchteten Eizelle.

Es war ein für europäische Verhältnisse einwandfreier Vortrag über die gängigsten Verhütungsmethoden.

Nur diese Lüge, dass die HI-Viren durch die Löcher im Kondom kommen würden wurde auch hier verbreitet – und ich war der Dumme, weil es ja „wissenschaftlich erwiesen ist, dass Kondome nicht vor AIDS schützen“. Dass ich mir so was anhören muss; aus dem Mund eines Mädchens, dass sich einen Dreck um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gesunder Ernährung kümmert.

Auf meine Rückfrage wer das sage, schüttelte sie den Kopf vor soviel Unwissen: Alle wissen das.

aus der Luft gegriffene Meinungen unterrichten?!

Ich habe ja schon oft Verschwörungstheorien gehört, aber nie aus dem Mund eines Lehrers.
Kurze Zusammenfassung:    Wir haben im Unterricht gerade Sexualkunde – was auf einer christlichen Schule per se sehr interessant ist. Nachdem wir uns über die Verhütungsmethoden kundig gemacht hatten, entwickelte sich eine Diskussion über das (als ob es nur eine gäbe!) beste Verhütungsmittel. Der Lehrer, den ihr übrigens schon von dem Quecksilbervorfall kennt, sagte er und seine Frau benutzten nur die Kalendermethode, aber niemals Kondome. „Und warum nicht?“, fragte ich, auf eine evangelikale Antwort gefasst, aber er stellte mir eine Gegenfrage.
– „Weißt du woher AIDS kommt?“
„Ja, es war eine Krankheit unter Affen in Afrika, die sich irgendwie auf die Menschen ausgeweitet hat.“
– „Nein, es war eine Krankheit unter Homosexuellen in USA und als es bekannt wurde, hat man es dort erforscht, in Kondome gepackt und nach Afrika exportiert, um die Bevölkerungszahlen zu kontrollieren.“

Wer mich kennt, kann sich meine Wut annäherungsweise vorstellen. Bevor ich richtig loslegen konnte, unterbrach er mich und sage, dass sei seine Meinung.
Seine Meinung?!?! Er hatte das schon öfter als Argument benutzt und ich hatte ihm nie erklärt, dass das keines sei, weswegen es jetzt noch stärker aus mir hervorbrach: „Sie können nicht ihre Meinung unterrichten, sondern Fakten. Wenn man unbedingt diskutieren will, kann man sich nach den Fakten eine Meinung bilden und über diese diskutieren!“
Was er mit der Aussage ablehnte, Fakten kämen aus Studien, die durch Meinungen geprägt würden (was allzu oft stimmt, hier aber nicht!). Dann wurde er noch pseudo-philosophisch und sagte, man müsse (vor den Fakten) kritisieren und, dass deswegen die Philosophie gut sei (?!).
Ich begann mein Plädoyer für Kondome, und erklärte, es sei (nach Enthaltsamkeit) das beste Mittel gegen ungewollte Schwangerschaft und AIDS und habe eine fast 100%ige Sicherheit, wenn man es richtig benutzt.
„Aha, ein Kondom kann also kaputtgehen, man muss es richtig benutzen und Enthaltsamkeit ist besser“, folgerten plötzlich einige Mädchen. „Ja zu eins, richtig benutzen kann man lernen und zu drei, wer von euch wird schon enthaltsam sein?!“ Falsche Frage. Ich bin in einer christlichen Schule. Die meisten sind evangelikal oder in soweit katholisch, dass sie wissen, dass Verhütung schlecht ist.
Also habe ich jetzt alle gegen mich. „Ich werde enthaltsam sein“, erklärt mir eine Freundin. „Das finde ich toll, aber die meisten anderen nicht“, antworte ich. „Die HI-Viren sind so klein, dass sie durch die Poren im Kondom kommen. Frag die Profesora Mercedes, die hat darüber geforscht!“, sagt ein Klassenkamerad. Dass das eine Lüge ist, scheint nicht auf fruchtbaren Boden zu fallen. Der Lehrer „erklärt“ „In  Europa sind die Leute halt so. Eine Schülerin von hier war in Spanien auf einem Kongress, wo sie sich mit Name, Heimatland und „Ich bin noch Jungfrau“ vorgestellt hat – und alle haben sie ausgelacht!“ Als ich daraufhin dasselbe machte, lachte mich zwar auch jeder aus, aber den Sinn dahinter bekommt niemand mit.
Ich versuchte das Thema wieder auf Kondome zurück zu führen und klarzumachen, dass man sich durch Kondome vor AIDS schützt und es nicht dadurch kriegt, aber der Lehrer unterbrach mich jedes Mal mit Anekdoten wie, dass die Mennofrauen im Chaco früher an ihren fruchtbaren Tagen Zöpfe, und an den unfruchtbaren offenes Haar getragen hätten, um den Männern zu zeigen wann sie könnten – was sehr unrealistisch ist, da die Kalendermethode Aufklärung und Kenntnis des eigenen Körpers erfordert, wofür Mennos vor 50 Jahren nicht wirklich das Musterbeispiel waren -, oder, dass die Türken Tierdärme als Kondome nutzten, seiner Meinung nach besser – in Wirklichkeit hält das gar nichts auf! – oder, dass USA nur so mächtig sei, weil sie sich Geld von Israel geliehen hätte – und bei anderer Gelegenheit „die Deutschen“ als antisemitisch bezeichnen!!!
Jede einzelne dieser Geschichten begann mit der Frage an mich, ob ich wüsste, wie das und das passiert sei. Nachdem ich verzweifelt versuchte die Ablenkung zu ignorieren, sage ich „Nein, weiß ich nicht“, oder gebe eine kurze Erklärung, die er verwirft und allen die offensichtliche Wahrheit erklärt. Ich bin der unwissende Deutsche, der einfach nur meckert, und er der weise, alte Mann.
Schließlich wurde ich von Schülern gefragt, warum ich seine Meinung nicht stehen lassen könne und meine Meinung allen aufdrücken wolle. Es geht hier doch nicht darum, welche Eissorte die beste ist! Das habe ich leider nicht gesagt, stattdessen versuchte ich zu erklären, dass 1. ein Lehrer nicht seine Meinung unterrichten soll, 2. das keine Meinung sei, sondern eine Falschaussage, da wissenschaftlich klar erwiesen ist, dass HIV von einer Affenkrankheit aus Afrika abstammt und Kondome nach Enthaltsamkeit am besten davor schützen!
Daraufhin sagte meine beste Freundin hier: „Vielleicht habt ihr deshalb so viele Kriege.“ Ich war erst mal sprachlos. Dann bat ich sie um eine Erklärung. „Na ja, ihr könnt die Meinung von anderen nicht akzeptieren.“
„Verdammt, ich liebe und respektiere ihn doch! Nur seine Meinung nicht!“

Als die Stunde vorbei war, ging ich noch zum Lehrer hin, gab ihm die Hand und wünschte uns beiden Gottes Weisheit. Dann fiel mir in der Freistunde ein, dass der HI-Virus ohne Wirt nicht lange überleben kann, wodurch die ganze Virus-in-Kondome-packen-und nach-Afrika-schicken-Theorie in sich zusammenfällt. Dieses Wissen teilte ich meinen Klassenkameraden mit, die mich genervt anschauten, aber immerhin konnte ich einige überzeugen sich wenigstens selbst eine Meinung zu bilden, indem sie im Internet nachforschen, was immer noch besser als die Indokrination des Lehrers ist.
Als ich dann dem Lehrer den Untergang seines Schwachsinns verkündete, wusste er nicht um die kurze Lebensdauer des Virus außerhalb des Körpers, also sagte er, dass sei meine Meinung und es sei schön, dass ich diese Meinung habe und es mache ihm Spaß mit mir zu diskutieren.
Ich bin ihm nicht ins Gesicht gesprungen, was ich immer noch für eine große Leistung halte. Nimm mich als Gegenüber wahr, du … Kind Gottes!
Es fällt mir echt schwer ihn zu lieben…

Nachtrag 1: Als ich gerade alles in mein Notizbuch geschrieben hatte, zur Aufbewahrung des ersten Eindrucks, traf ich die Vertrauenslehrerin (es ist nicht wirklich diese Position, aber sie kümmert sich um die Probleme der Schüler untereinander und mit Lehrern). Sie fragte mich, was in Biologie passiert sei, worauf ich den Verlauf der Diskussion so gut ich konnte zu schildern. Sie schickte mich zurück in meine Klasse und kurz darauf holte sie mich nochmal ab, ich musste der Schulleiterin auf deutsch die Geschichte erzählen, die sie dann für die Lehrerin übersetzte. Am Ende bestärkten mich beide in meinem Handeln, baten mich so weiter zu machen, erklärten, dass fehle der paraguayischen Kultur (finde ich auch!) und die Lehrerin, die auch meine Religionslehrerin ist, sagte sie werde mich vermissen, weil ich immer kontra gäbe! Man muss vielleicht dazu sagen, dass es beides Argentinierinnen sind.
Ich bin sehr glücklich über das Gespräch, weil es mich zum Einen bestärkt hat, zum Anderen hat es mich von der Frage, ob ich das der Schulleiterin erzählen soll erlöst, ich konnte ja gar nicht anders!

Nachtrag 2: Robert hat mir gerade gesagt, dass es ein Riesenerfolg ist, dass sich die Direktorin und die Lehrerin auf meine Seite geschlagen haben, weil es in Paraguay üblich wäre, mich wegen Respektlosigkeit zu tadeln und den Lehrer zu verteidigen, selbst wenn man meiner Ansicht wäre und der Lehrer später zurechtgewiesen würde.