It’s strange – A poem for MJ

It’s strange.
Since I heard about it Monday at noon,
from a friend who didn’t want
his friends to learn about it from social media,
I have been connecting with some other of his friends,
through social media, socializing these media,
by asking for numbers and calling people,
so we hear each others‘ voice
when I break the bad news.
Why does loss bring us together?

It’s strange,
The DRC government says
MJ has been kidnapped by “negative forces not yet identified”.
In his last report to the UN Security Council
kidnappings are mentioned 21 times.
It says most armed groups fundraise like this.
His group had found that
“certain members of the Congolese security forces had
also participated in kidnappings”.
War is messy like that.

It’s strange.
I don’t have many pictures.
Of MJ and me.
The only one’s I found, on social media,
are from his second to last time he was with us
in Bammental.
He said he needed a break from the DRC.
My dad probably has some.
And mom was always better at keeping in touch with MJ.

It’s strange.
I always knew that MJ was an important person in my life.
We called each other brothers.
He lived with us when I was a teenager,
and my hero.
He taught me how to play poker and Warcraft III,
and somewhere in between
to be humble and brave.
But our last facebook chat was August 2016.
when we had just missed another opportunity
to see each other.

It’s strange.
In Germany he was working with US soldiers wanting to get out
of the military that had ensnared them with empty promises
out of the senseless wars.
In the DRC he was working with Rwandan rebels wanting to get out
of the militia that had ensnared them with empty promises
out of the senseless wars.
One time, he jumped out of a window
when the military police was after him
This time I guess,
there was no window to jump out of.

It’s strange.
As we gather to pray
with words from Mountain States Mennonite Conference
I feel close to him.
But also this nagging realization,
that we cannot say the names of the four Congolese
who were also abducted.
Because no newspaper bothered researching and reporting their names.
Not even the DRC government.
Even in mourning, all lives are not equal.

It’s strange.
I believe and hold out hope
that MJ is alive
that he will be returned to us soon
and that he will dance at my wedding
this summer.
But if I believe and hold out hope,
why does it feel like
I am writing a eulogy?

It’s strange.
The MCC calendar I picked up,
for free at a local church,
has a picture from the Congo for the month of March.
Telling the story of
MCC‘ efforts to demilitarize Rwandan rebels in the DRC.
Of MJ’s work.

 

 

 

 

Angedacht

Heute haben wir uns zum zweiten Mal zu einer Andacht auf dem Weinberg getroffen. Das letzte Mal war es sehr spontan und wir merkten sehr schnell, dass wir keine gemeinsame Sprache für unseren Glauben hatten. Wir kannten noch nicht einmal gemeinsame Lieder.

Für heute hatte ich eine kurze Andacht über Micha 4,1-6 vorbereitet:

1 In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher denn alle Berge, und über die Hügel erhaben sein, und die Völker werden dazu laufen, 2 und viele Heiden werden gehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir auf seiner Straße wandeln! Denn aus Zion wird das Gesetz ausgehen und des HERRN Wort aus Jerusalem.3 Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden strafen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und werden nicht mehr kriegen lernen. 4 Ein jeglicher wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen ohne Scheu; denn der Mund des HERRN Zebaoth hat’s geredet. 5 Denn ein jegliches Volk wandelt im Namen seines Gottes; aber wir wandeln im Namen des HERRN, unsers Gottes, immer und ewiglich.

Dieser Text (Vers 1-3) ist auch auf einem Stein in Andenken an Dahers Vater auf dem Weinberg zu lesen, weswegen ich auch darauf gekommen bin. Beim Vorbereiten kamen mir vor allem die Frage nach den Schwertern, die ich in Pflugscharen umschmieden soll. Habe ich Schwerter? Immerhin habe ich den Kriegsdienst zu verweigern versucht und hänge jetzt irgendwo in der deutschen Militärbürokratie herum. Mein letztes Holzschwert habe ich glaube ich einem anderen Kind aus der Hausgemeinschaft geschenkt. Wo also sind meine Schwerter? Was muss ich umschmieden im Reich Gottes?

Bei dieser Frage denke ich an meine Privilegien und meine Fähigkeiten, andere zu benachteiligen und zu verletzen. Wie können meine Fähigkeiten zu Pflugscharen werden, die dem Allgemeinwohl dienen, statt plündernd und brandschatzend durch die Welt zu ziehen?

Außerdem frage ich mich, was es heißt, dass die „großen Völker“ (mächtige Nationen) gerichtet werden? Ich will offen für Gottes Gericht über mich und meine Privilegien sein, und will mich von ihm in eine Pflugschare und eine Sichel umschmieden lassen.

Diese Gedanken äußerte ich nach der Lesung und hatte geplant, dass wir dann still darüber nachdenken würden und dann in die offene Fürbitte übergehen würden. Aber die anderen Freiwilligen nutzten die Stille ihre Gedanken zu äußern, wodurch wir zu einem Austausch kamen, indem alle etwas beitrugen, ohne in eine Diskussion zu geraten. Diese Veränderung überraschte mich und ich spürte den Geist unter meinen Geschwistern wirken, wie vielleicht in einem Treffen der Freunde.

Als Lieder wählte ich einfache Kanons, die ich vorsang und wir dann zusammen sangen. Trotz meiner Sangstimme funktionierte das ganze erstaunlich gut.

Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, im Gebet zusammenzukommen. Wir klagten über die Opfer der sektiererischen Gewalt in Ägypten, baten für Frieden im Heiligen Land und dankten für die Gelegenheit hier lernen zu dürfen.

Daher schloss sich uns an („You are pastor – good!“) und wir beteten in Arabisch, Deutsch, Englisch und Norwegisch zu unserem Vater, der alle Sprachen versteht. Ein anderer Freiwilliger hat sich schon bereit erklärt, nächste Woche die Andacht vorzubereiten, die ich gespannt erwarte. Ich hoffe, dass wir langfristig wöchentliche Andachten halten können, weil es schwierig ist regelmäßig zur Kirche zu gehen und es mir sehr gut tut, mit den anderen Freiwilligen mehr zu teilen als Arbeit, Mahlzeiten und eine Höhle.

Wie werden wir wohl zu einer gemeinsamen Sprache mit unseren Schöpfer zusammenfinden, die unsere Unterschiede stehen lässt und dennoch tieferes Verständnis und Gottes- und Menschenbegegnung fördert?