Lernt von den Lilien

Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomon war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott das Gas so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen?“ Matthäus 6,28-30

Auch wenn ich hier auf dem Weinberg fast den ganzen Tag draußen bin, muss ich doch immer wieder innehalten, von meiner Arbeit bewusst eine Pause annehmen und die Schöpfung bewundern. Besonders gefallen mir die Wildblumen, die mit dem Regen aus der Erde schießen und ihre Schönheit nur dem aufmerksamen Beobachter offenbaren.

Jemand formulierte es so: Die judäische Wildnis (von Bethlehem bis Hebron) scheint vielen Besuchern grau und eintönig. Aber man muss das Auto verlassen und die Landschaft zu Fuß erkunden, um die farbenfrohe Wirklichkeit zu entdecken. Dann werden die braunen Hügel bunt von unzähligen Blumen und die Olivenbäume sind nicht mehr grau, sondern tiefgrün.

 

Nach, oder während des Regens, wenn die Wolkendecke und der Nebel aufreißen und der Staub von den Pflanzen weggewaschen ist, sind die Farben kräftig und klar, was sie noch schöner aussehen lässt.

Vielleicht ist es gerade die Kargheit dieses Lands, in dem Regen nur ein paar Monate im Jahr fällt, die die einzelnen Blumen ihre besondere Schönheit verleiht. Wie der Schmuck einer armen, vom Schicksal gezeichneten Frau.

Und manchmal, wenn ich eine Blume betrachte und zur Ruhe komme, dann kommen mir Jesu Worte in den Sinn und ich kann meine Sorgen loslassen. Was heute noch zu tun ist, was ich studieren soll, wann dieser Flecken Land Frieden finden wird.

Ein Gedanke zu „Lernt von den Lilien

  1. Schön, dass die Blockade überwunden ist. Gut, dass die Lilien auf dem Felde mit ihrer Pracht dazu geholfen haben.

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