Schreibblockade

Nach vier Monaten versuche ich jetzt wieder, öffentlich etwas zu schreiben. Unter anderem auch, damit mein Vater sich keinen Facebook-Account zulegt, um herauszufinden, was ich alles fabriziere..

In vier Monaten ist vieles geschehen:

Obwohl in Fukushima immer noch alles verstrahlt ist und in Lybien Rebellen inzwischen seit drei Monaten mit Unterstützung der NATO erfolglos versuchen, den „Bruder Führer“ Gaddaffi zu vertreiben, und erfolgreich „Kollateralschäden“ bemerke ich angewidert, wie schnell ich mich daran gewöhnt habe.

In der Zwischenzeit habe ich mein Abitur bestanden und bin nun dabei herauszufinden, ob es ein Leben nach der Schule gibt.

jetziger Stand der Forschung: Es gibt auch nach der Schule Prokrastination und Langeweile, die ja einen großen Teil des Lebens ausmachen.

Nun aber dazu, warum ich seit vier Monaten nichts mehr geschrieben habe (abgesehen davon, dass ich z.B. Abitur gemacht habe und auch ganz allgemein nicht verpflichtet bin, euch mit meinen langweiligen Betrachtungen auch noch in schriftlicher Form zu nerven):

Mein letzter Artikel wurde mehrmals auf Facebook geteilt und in der Brücke, der Zeitschrift der deutschen Mennoniten veröffentlicht. Das hat mich eigentlich gewundert, da ich den Trxt zwar hier veröffentlicht habe und auch selbst auf Facebook gestellt habe, aber mehr um Leuten meine Klage auszudrücken, nicht, dass andere es wirklich lesen..

Den Text habe ich in einem Zug geschrieben und vor der Veröffentlichung in der Brücke nur noch einmal auf Anonymität der Betroffenen und Rechtschreibung hin durchgesehen.  Auf unserem Gemeindetag einige dankbare Rückmeldungen bekommen, über die ich mich zwar gefreut habe, die mir aber nur klarer gemacht haben, wie viele Menschen tatsächlich meine Worte gelesen haben. Diese Beobachtung hat mir das Schreiben schwer gemacht, da ich sofort viel höhere Ansprüche an mich hatte und das meiste, was ich schreiben wollte, platt und stillos fand. Oder zu intim. Oder, oder..

Nun habe ich aber beschlossen, in Zukunft öfter zu schreiben, um des Schreibens willen, der Blockade zum Trotz.

Ach, und aus mehreren Gründen, wird dieser Blog bald passwortgeschützt sein, wenn ihr also dazu aufgefordert werdet, meldet euch an und folgt meinen Abenteuern und Morgenbilligen..