weltweites Täuferwiki

TäuferwikiSeit ein paar Tagen versuche ich das „Global Anabaptist Wiki“ zu übersetzen, oder zumindest die Hauptseiten.

Aber alleine schaffe ich es nicht, ich brauche deine Hilfe.

Was ist das Täuferwiki überhaupt?

Es ist eine von John D. Roth am Goshen College initiierte wiki Seite, die täuferischen Gruppen eine Plattform bieten soll, sich vorzustellen und die eigene Geschichte zu erzählen. Seit ich auf der Weltkonferenz einen Workshop dazu besucht habe, bin ich von der Idee fasziniert:

Ein ständig auf den neuesten Stand gebrachtes Lexikon, das die Lehrautorität der Masse hat. Hab ich gerade Masse gesagt? Da hab ich mich wohl verschätzt, aber damit das Projekt funktioniert, braucht es viele Leute, die ihr (Fach-)Wissen einbringen.

Man kann in jeder Sprache beitragen und braucht sich für die niedrigeren Seiten, also alle nicht Kontinentseiten, noch nicht mal anmelden.

Also, wenn du deine Gemeinde vorstellen willst, eine Geschichte erzählen willst, die deine mennonitische Identität deutlich macht, oder etwas anderes, was die (mennonitische) Welt interessieren könnte beitragen willst, veröffentlich es!

Freispruch

Sogar in Italien gibt es noch Gerechtigkeit.

Gestern wurde die Lex Berlusconi gestoppt und die Kapitäne der Cap Anamur II freigesprochen.

Ich freue mich mit ihnen, aber warum wurden sie überhaupt angeklagt? Wie kam jemand auf die Idee, Menschen vor dem Ertrinken zu retten könnte ein Verbrechen sein, nur weil diese Menschen nicht die richtigen Papiere haben?

Im November wird ein ähnlicher Fall verhandelt, nur diesmal waren es afrikanische Seeleute, die keine Riesenlobby hinter sich haben, wie eine Menschenrechtsorganisation wie Cap Anamur – ob dieser Fall eine Signalwirkung hatte, wird sich dann zeigen.

Sicher ist jeden Fall eins: auch wenn die Kapitäne freigesprochen wurden, der italienische Staat und die EU haben deutlich gezeigt, dass wer Leben rettet zumindest mit jahrelangen Verfahren rechnen muss…

Ich möchte mich wirklich gerne freuen, aber da muss ich mich wohl anderen Dingen zuwenden, wie Fernsehserien, denn, wie Pro Asyl in ihrer Presseerklärung schreibt: „Europa lässt sterben.“