Humanitäre Hilfe ist kein Verbrechen!

Im Juni 2004 rettete das deutsche Schiff Cap Anamur 37 Menschen aus Seenot.

Für diese Rettungstat wird Kapitän Stefan Schmidt und Elias Bierdel in Italien der Prozess gemacht! Beiden drohen 4 Jahre Haft und eine Geldstrafe von jeweils 400.000€.
Der Prozess wurde mehrmals vertagt; der neue Termin ist der 7.Oktober 2007.
Im Oktober wird ebenfalls der Prozess gegen sieben tunesische Fischer verhandelt, die 2007 auch Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet haben.
Brot&Rosen, Pro Asyl und BAG Asyl rufen dazu auf, den italienischen Justizminister daran zu erinnern, dass humanitäre Hilfe kein Verbrechen ist.
Die Anklagen müssen fallen gelassen, die Angeklagten komplett rehabilitiert werden.

Es ist traurig und empörend, dass versucht wird couragiertes Handeln zu kriminalisieren und an Lebensrettern ein Exempel zu statuieren.

Einen Protestbrief kann man hier abschicken.

Für mehr Infos klicke hier.

Nachtrag: Die ZEIT hat einen Artikel zu dem bevorstehenden Prozess geschrieben.

Diktatur der Mehrheit

Der Wille des Volkes hat gesprochen.

Der Wille des Teils des Volkes der wählen durfte.

Der Wille des Teils des Volkes, der wählen durfte und es auch tat.

Der Wille des Teils des Volkes, der wählen durfte, es auch tat und CDU, oder FDP gewählt hat.

Und was ist mit den Anderen?

Denjenigen, die nicht wählen durften?

Denjenigen, die nicht gewählt haben, weil sie mit keiner Wahlmöglichkeit einverstanden waren?

Denjenigen, die wählten, aber keinen der Gewinner?

Müssen wir jetzt gehorchen?

Bis in vier Jahren?

YouTube Preview Image

Nachtrag: Wir durfen uns natürlich weiterhin einmischen! zum Beispiel hier, oder da.

Flashmob-Flashback

Meine erste selbstorganisierte „Demo“ lief für den kurzen Vorlauf von drei Tagen (einem Schultag und Wochenende) ganz gut.

Fast hundert Leute bildeten eine menschliche Uhr auf der es „fünf vor zwölf“ war gegen den Klimawandel etwas zu tun.

Die Bilder sind schon an Avaaz geschickt, auf der ganzen Welt gab es über 2200 Veranstaltungen!

Der politische Effekt bleibt abzuwarten, Spaß hat es auf jeden Fall gemacht.

fünf vor zwölf! Wecker!!!

Komm zum Flashmob!

Diesen Montag (21. September), werden weltweit Aktionen abgehalten, um Politiker im Vorfeld des Kopenhagener Gipfel*, am 7. Dezember 2009, aufzuwecken!

Auf der ganzen Welt werden Menschen sich in Flashmobs zusammen finden, auf ihren Handys den Wecker auslösen (man kann auch andere Geräte, die eine Weckfunktion haben mitbringen; z.B. echte Wecker aller Art), Fotos machen, die dann bei Avaaz gesammelt werden und beim G20 Gipfel, der am 23. anfängt, und dann in Kopenhagen vorgelegt werden.

WIR MACHEN AUCH MIT!

AM MONTAG, DEN 21.9. UM 1 UHR, VOR DEM GYMNASIUM BAMMENTAL!

BRINGT HANDYS, WECKER, TROMMELN UND ALLES ANDERE WAS KRACH MACHT MIT, UM DIE POLITIK WACHZURÜTTELN!

VOR DER BUNDESTAGSWAHL, VOR G20, VOR KOPENHAGEN. EIN WECKRUF AUS BAMMENTAL UND DEM REST DER WELT!

SCHÜTZT DAS KLIMA! SCHAFFT SO NEUE JOBS! SORGT FÜR GERECHTIGKEIT!

Hier anmelden, oder einfach so kommen…

*Bei diesem Gipfel soll das Kyotoprotokoll durch ein neues Klimaschutzprotokoll ersetzt werden.

Der Klimawandel betrifft uns alle und wenn wir nichts unternehmen, wird in Kopenhagen wieder einmal ein schön klingendes, unverbindliches Abkommen unterschrieben und alles geht weiter wie bisher.

DAS NEUE ABKOMMEN MUSS SEIN:

EHRGEIZIG: Damit unser Planet für uns alle erhalten bleibt.

GERECHT: Für die ärmsten Länder, die den Klimawandel nicht verursacht haben, jedoch am stärksten betroffen sind.

VERBINDLICH: Mit Emissionszielen, die rechtskräftig überwacht und durchgesetzt werden können.

hingehen oder nicht?!

ANTIFA-PlakatDem Plakat kann ich nur zustimmen.

Trotzdem bin ich hin und her gerissen, ob ich zu der Demo will.

Sie wird nämlich von der ANTIFA, die nicht gerade für ihre gewaltfreie Art bekannt ist, veranstaltet und auf ihrer Webseite wird auch zur Gewalt gegen Faschisten aufgerufen. Außerdem ist der Auslöser der Demo, das Nazis den Hund eines Anarchomusikers getötet haben, der Hintergrund ist natürlich, dass es einen massiven Anwuchs an Naziaktivität im Rhein-Neckar Gebiet und dem Kraichgau gibt.

Trotzdem, der Hund?!

Ich finde es vor allem deshalb seltsam, weil eben jener Künstler auf seiner Seite von seinem Veganismus erzählt und das er „antispezisistisch“ ist, was wohl bedeuten will, dass er für die Gleichstellung von Mensch und Tier ist.

Warum hat(te) er dann einen Hund? Und wie ernährt(e) der sich? Veganisch?

Falls du (Michael Schade) das hier lesen solltest: Es tut mir sehr leid um deinen Hund. Ich finde nur, dass es unlogisch ist, auf der einen Seite gegen Tierversuche und generell Unterordnung von Tieren gegenüber Menschen zu sein und dann einen Hund zu „besitzen“.

Vielleicht geh ich am Samstag nach Sinsheim und frage dich wie du Gewalt gegen Tiere ablehnst und die menschlichen Tiere verprügeln kannst…

(Wieder) eingeschult

Nach dreimonatiger Generalpause und gut acht Monaten ohne deutsche Schule, ging es heute wieder los und zwar wie in der ersten Klasse.

Die Kursstufe begann zunächst einmal mit einem halbstündigen Vortrag über Fehlen im Unterricht – was sagt das über die vermutete Einstellung der Schüler seitens der Lehrer aus?

Weitere Höhepunkte des Schultages waren:

– das ich meinen Seminarkurs nicht belegen kann, den anderen nicht mag und somit ins mündliche Abitur muss

– das wir (der Lateinkurs) in Sinsheim Latein haben; was eigentlich klar war und deshalb erstmal ein paar Freistunden hatten

– vor den Fenstern des Chemiesaals slacklinen, was alle Schüler ablenkte die Lehrkraft herzlich wenig störte

– pyromanische Vorstellungsrunde im Deutschunterricht

Die Oberstufe verspricht spannend zu werden und vor allem entspannt, da ich zweimal die Woche erst zur dritten Stunde zur Schule muss und immer lange Freistunden habe. Außerdem muss ich den 13.Klässlern noch das Passwort für den Oberstufencomputer entlocken!

Anarchistischer Apfelsaft

Letztens saß ich mit unserem theologischen Mitarbeiter Tereré trinkend unter dem Apfelbaum, als ein Apfel herunterfiel.

Vor fünfhundert Jahren beobachtete Isaac Newton der Sage nach denselben Vorfall und entwickelte danach seine Theorie der Schwerkraft. Da er das schon getan hatte, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen und so kam ich auf die Idee, Apfelsaft zu machen. Von einem netten Herrn bekam ich eine Saftpresse ausgeliehen und noch drei Säcke Äpfel sowie den Rat die Äpfel zunächst zu häckseln…

keine Angst - die Hände sind noch dran

freundliche Unterstützung eines Klassenkameraden

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 27 Liter Apfelsaft, habe ich bis jetzt produziert, bin Apfelsaftselbstversorger geworden und mich somit einstweilen vom kapitalistischen Apfelsaftmarkt losgesagt^^.

Ich war hin und her gerissen, ob ich meinen Apfelsaft der „Front Deutscher Äpfel“ widme, aber habe mich dann doch für den  pfelsaft entschieden. 😀

Zunächst hatte ich vor einiges gären zu lassen und dann als Most zu trinken, aber der Ansturm ist so groß, dass daraus wohl nichts wird.

Komm doch auf ein Glas Apfelsaft vorbei!prosit!